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Villanovaforru, Sardegna

Von der Staatsstraße S.S.131
biegt man bei km 50,500 nach
Villanovaforru ab. Nach 5,6 km
geht es vor der Ortschaft links
nach Collinas. Nach 450 m
biegt man wiederum links
zum Archäologischen Park ab,
der etwa 400 m lang ist. Die
Anlage ist ausgeschildert.
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Im Mittelalter war die Ortschaft Teil des Judikats von Arborea und zählte zum Verwaltungsbezirk der Marmilla. Nach dem Niedergang des Judikats und der Niederlage in der Schlacht von Sanluri im Jahr 1409 fiel dieser Ort zusammen mit dem gesamten Gebiet des Judikats an die Krone Aragon, die es der Familie Carroz als Feudalgebiet übergab, die bereits über die Grafschaft von Quirra herrschte. Im Jahr 1603 wurde die Grafschaft in eine Markgrafschaft umgewandelt und den Centelles de Riusech, einer Familie aus der valenzianischen Stadt Oliva anvertraut.

NURAGHE VON GENNA MARIA
Dieser Nuraghe besteht aus einem Hauptturm, dem eine Festung mit drei Türmen und einem zentralen Innenhof mit Brunnen hinzugefügt wurde. In einer späteren Epoche kam außerdem noch ein äußerer Mauerring mit sechs hervorstehenden Ecktürmen hinzu. Zum Abschluss der ganzen Anlage wurde ein weiterer Mauerring errichtet und darum herum entstand ein nuraghisches Hüttendorf.

Der Name “Genna Maria” steht für “Tor der Meere”, was vermutlich damit zusammenhängt, dass man bei klarem Wetter sowohl das Meer von Oristano als auch das von Cagliari sieht.

Der zentrale Nuraghe geht auf die Bronzezeit zurück und um ihn herum wurden zu Beginn der Eisenzeit zu Verteidigungszwecken Türme und eine Vormauer errichtet, die in der Folge zum

Villanovaforru, Sardegna
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Bau des Hüttendorfes abgerissen wurden.
Außerhalb der befestigten Siedlung befinden sich Überreste der Hütten, in denen die Menschen lebten und Sitzungen abhielten, sowie die Werkstätten für Tonwaren und die Metallbearbeitung. Diese wurden etwa um das 9.-8. Jh. v. Chr. verlassen. Die Gegenstände, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden, wie z.B. Lampen, Duftlampen und Überreste von Opfertieren, lassen darauf schließen, dass der Nuraghe auch später (3. Jh. v. Chr.) als “Favissa” genutzt wurde, d.h. als eine Art unterirdische Zelle, die als Lager für Kultgegenstände benutzt wurde, die mit dem Demetra- und Persephone-Kult verbunden waren. Alle Fundstücke sind im

Archäologischen Museum im Ortszentrum ausgestellt. Dieses Museum befindet sich in einem interessanten historischen Gebäude, das in der Vergangenheit, im 19. Jh., als “ Monte di Soccorso” genutzt wurde, einer Institution, bei der die Bauern Kredit gegen künftige Ernten aufnehmen konnten.

In den zahlreichen Schaukästen sind Fundstücke nicht nur vom Nuraghe Genna Maria sondern auch aus anderen Siedlungen zu sehen. Diese Fundstücke werden auf Tafeln näher erläutert. Sie werden nach Funktion gruppiert ausgestellt und danach, aus welchem Teil der bereits vollständig ausgegrabenen Siedlungen sie stammen.

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